Bronzeepitaphien für St. Johannis und St. Rochus

Auf den historischen Friedhöfen St. Johannis und St. Rochus erinnern Bronzeepitaphien seit Jahrhunderten an die dort beigesetzten Menschen. Sie bewahren Namen und Lebensdaten und können zugleich von einem Beruf, einer Familie, einem Lebenswerk oder einer persönlichen Überzeugung erzählen.

Als zugelassener Gestalter auf beiden Friedhöfen begleite ich Angehörige von der ersten gestalterischen Idee über den genehmigungsfähigen Entwurf bis zum Bronzeguss und zur fachgerechten Anbringung.

Bei den Epitaphien aus meinem Atelier liegt ausnahmslos jeder Schritt der Entstehung in meiner eigenen Hand – vom Ausführungsentwurf über die Modellerstellung und den Guss bis hin zum Ziselieren und Patinieren.

Diese Arbeitsweise ist für mich mit einem hohen persönlichen Anspruch verbunden und spiegelt sich in der künstlerischen und handwerklichen Ausführung wider.

Arbeiten auf historischen Friedhöfen

Bronzeguss Bürger ist als Fachbetrieb für Arbeiten auf dem St. Johannisfriedhof und dem St. Rochusfriedhof zugelassen.

Nürnberger Epitaph Rosalie Kraft

Ein persönliches Erinnerungszeichen in Nürnberger Tradition

Auf St. Johannis und St. Rochus bezeichnet der Begriff Epitaph eine aus Bronze oder Messing gegossene Gedenktafel, die auf einem liegenden Grabstein angebracht wird.

Neben Namen und Lebensdaten zeigen historische Epitaphien häufig Berufszeichen, Werkzeuge, Wappen, religiöse Motive oder Hinweise auf den Lebensweg eines Menschen. So sind über viele Generationen persönliche Erinnerungszeichen und zugleich bedeutende Zeugnisse der Nürnberger Stadtgeschichte entstanden.

Neue Epitaphien führen diese Tradition fort. Sie können individuell und zeitgemäß gestaltet sein, oder sich an historischen Vorbildern orientieren. Sie müssen sich jedoch ruhig in die vorhandene Grabstätte und das denkmalgeschützte Gesamtbild einfügen.

Was ein Epitaph erzählen kann

Ausgangspunkt der Gestaltung ist nicht ein bestimmtes Muster, sondern die Frage, was von einem Menschen in Erinnerung bleiben soll. Oft reichen wenige sorgfältig gewählte Elemente aus, um einen persönlichen Bezug herzustellen. Jede Gestaltung wird für den jeweiligen Menschen und für die konkrete Grabstätte entwickelt. Die spätere Ausführung erfolgt nach Prüfung und Genehmigung durch die zuständigen Stellen.

Ziselieren des Epitaphs

Name und Lebensdaten

Schriftform, Anordnung und Abstände werden auf die Größe der Tafel und auf bereits vorhandene Epitaphien abgestimmt.

Zeichen des Lebens

Zeichen eines Lebens

Ein Beruf, eine Begabung, eine Pflanze, ein Werkzeug, ein Familienzeichen oder ein religiöses Symbol kann plastisch in die Gestaltung aufgenommen werden.

Plastisches Portrait

Ein individuelles Bildmotiv

Fotografien, Zeichnungen oder handschriftliche Vorlagen können als Ausgangspunkt für ein modelliertes Relief dienen.

In sechs Schritten zum persönlichen Epitaph

  • Erstes Gespräch und Besichtigung der Grabstätte

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    Zu Beginn sprechen wir über den verstorbenen Menschen, die gewünschte Inschrift und mögliche persönliche Motive. Wenn bereits ältere Epitaphien vorhanden sind, werden deren Größe, Anordnung und Gestaltung berücksichtigt.

    Eine Besichtigung beziehungsweise genaue fotografische Dokumentation der Grabstätte bildet die Grundlage für den Entwurf.

  • Inhalt und Gestaltung festlegen

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    Gemeinsam wählen wir die Inhalte aus, die auf dem Epitaph erscheinen sollen. Dazu gehören in der Regel Name und Lebensdaten. Ergänzend können ein kurzer Text, ein Symbol, ein Berufszeichen, ein Familienwappen oder ein bildhaftes Motiv vorgesehen werden.

    Aus diesen Angaben entsteht eine erste gestalterische Konzeption.

  • Genehmigungsfähigen Entwurf ausarbeiten

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    Auf Grundlage der Abstimmung erstellen wir einen detaillierten Entwurf. Form, Schrift, Relief, Maße und Position auf dem Grabstein werden darin verbindlich dargestellt.

    Für den historischen Teil des St. Johannisfriedhofs und für den gesamten St. Rochusfriedhof ist eine Entwurfszeichnung im Maßstab 1:1 vorgesehen.

  • Antrag und denkmalrechtliche Abstimmung

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    Neue Epitaphien sind genehmigungspflichtig. Wir bereiten die erforderlichen Unterlagen vor und reichen den Entwurf im vorgesehenen Verfahren ein.

    Geprüft wird insbesondere, ob sich das Epitaph in die vorhandene Grabstätte und in das denkmalgeschützte Gesamtbild des Friedhofs einfügt. Falls Änderungen gewünscht werden, arbeiten wir diese in den Entwurf ein.

    Mit der handwerklichen Ausführung beginnen wir erst nach Erteilung der Genehmigung.

  • Modellieren, Gießen und Nachbearbeiten

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    Nach der Freigabe wird der genehmigte Entwurf als plastisches Modell umgesetzt. Dieses bildet die Grundlage für die Gussform und den anschließenden Bronzeguss.

    Nach dem Guss wird die Tafel von Hand nachbearbeitet. Dazu können das Ziselieren einzelner Details, das Patinieren der Oberfläche und die abschließende Konservierung mit einem geeigneten Wachs gehören.

    Erst durch diese Arbeitsschritte erhält das Epitaph seine endgültige Tiefe, Oberfläche und zurückhaltende Farbwirkung.

  • Fachgerechte Anbringung

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    Das fertiggestellte Epitaph wird fachgerecht am vorgesehenen Platz des Grabsteins befestigt. Die Anbringung erfolgt entsprechend dem genehmigten Entwurf und unter Berücksichtigung des vorhandenen Steins sowie bereits vorhandener Tafeln.

Gestaltung mit Blick auf Grabstätte und Denkmalschutz

Ein neues Epitaph wird nicht unabhängig von seinem Standort entworfen. Seine Größe, Form, Schrift und Oberflächengestaltung müssen mit dem vorhandenen Grabstein und mit bereits angebrachten Tafeln harmonieren.

Für die historischen Bereiche werden deshalb genaue Entwurfsunterlagen benötigt. Ich bereite die zeichnerische Darstellung sowie die Angaben zu Material, Maßen, Relief und Position vor und begleite die Abstimmung mit den zuständigen Stellen.

Mit der Herstellung wird erst nach der erforderlichen Genehmigung begonnen. Die Entscheidung über die Zulässigkeit eines Entwurfs liegt bei der Friedhofsverwaltung und den beteiligten Denkmalstellen.

Sandguss von Nürnberger Epitaphien

Gestaltung und Bronzeguss aus einer Hand

Als Steinmetz- und Steinbildhauermeister, Künstler und Bronzegießer verbinde ich die Gestaltung der Tafel mit dem Wissen um Stein, Befestigung und Grabmal. Jeder Entwurf wird für eine bestimmte Grabstätte entwickelt und anschließend als individuelles Gussmodell umgesetzt.

Die Herstellung erfolgt in meinem Atelier. Schrift, Relief, Oberfläche und Patina werden aufeinander abgestimmt, damit ein dauerhaftes und dem Ort angemessenes Erinnerungszeichen entsteht.

  • Individuelle Gestaltung statt Katalogmodell
  • Maßstäblicher, genehmigungsfähiger Entwurf
  • Modellierung und Bronzeguss im eigenen Atelier
  • Fachgerechte Abstimmung mit Grabstein und Standort

Häufige Fragen zu einem neuen Epitaph

Als Nutzungsberechtigter einer Grabstätte auf dem Friedhof St. Johannis oder St. Rochus können Sie ein Epitaph beauftragen.

Ja, jeder Entwurf ist Genehmigungspflichtig. Den Antrag reiche ich für Sie bei der zuständigen Friedhofsverwaltung ein.

An erster Stelle natürlich Name und Lebensdaten. Daneben alles, was dazu beitragen kann, den Verstorbenen in Erinnerung zu halten und einen Bezug zu seinem Leben herstellt.

Ein Foto eignet sich hervorragend für die Überführung einer Idee in ein bildhauerisches Relief. Es ist auch unverzichtbar für die Erstellung eines Portraits.

Die Erstellung eines Entwurfs dauert ca. 2 Wochen. Dieser wird dann dem Gremium zur Genehmigung vorgelegt. Wenn keine Änderungen erforderlich sind, dauert die anschließende Herstellung ca. 3 Wochen.

Maßgeblich sind die Kosten von der Größe und dem Detailreichtum des Epitaphs abhänging und lassen sich nicht pauschal beziffern. Mit jedem Entwurf erhalten sie ein darauf ausgerichtetes schriftliches Angebot.

Ja, in enger Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung und der Unteren Denkmalschutzbehörde.

Ein persönliches Epitaph beginnt mit einem Gespräch

Die Gestaltung eines Epitaphs braucht Zeit und Aufmerksamkeit. Im ersten Gespräch müssen deshalb noch keine fertigen Vorstellungen vorhanden sein.

Gemeinsam betrachten wir die Grabstätte, sprechen über den verstorbenen Menschen und entwickeln daraus eine Form, die persönlich ist, ohne sich in den Vordergrund zu stellen.

Für eine erste Besprechung können Sie mir die Grabnummer, den Namen des Verstorbenen und – soweit vorhanden – ein Foto der Grabstätte zusenden.